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Kundenbericht: Belastungen erfolgreich gelöst


Erfolg macht Spass

Belastung für Mitarbeiter, Lager und Liquidität erfolgreich gelöst
Vor 6 Monaten suchte unser Kunde, ein namhafter Händler für Handwerksprodukte, Unterstützung bei der Disposition und im Bestandsmanagement.
Was war das Problem? Der Händler ist mit ca. 30000 Artikel Vollsortimenter für Handwerksmaschinen und Zubehör sowie einiger Spezialwerkzeuge. Er verfügt über ein ausgezeichnetes Sortiment (zumindest für die Männer) und ist überregional gefragter Lieferant. „Verschwende keine Zeit und komm direkt zu uns“, so formulierte es der Leiter Organisation. In seinem ungebremsten Wachstum wird die Maxime „100% Lieferfähigkeit“ aber zur Belastung für Mitarbeiter, Lager und Liquidität.
Noch mehr Mitarbeiter einstellen und noch mehr Lager aufbauen wie geplant? Ja, aber dafür sollten die Lagerbestände gesenkt und die Disponenten mit Sortimentsverantwortung trainiert werden. Gleichzeitig sollte ein neues Dispositionstool mit der Möglichkeit zur Auto-Disposition eingeführt werden. Obwohl oder gerade weil das alte Dispositionswerkzeug recht simple aufgebaut war, erfüllte es nicht die Anforderungen einer nachhaltigen bestandswirksamen Warensteuerung. Den Mitarbeitern war dies nicht unangenehm, zumal sie sich einige Vorteile versprachen.
Die ergeizige Systemumstellung auf SLO, ein Spezialtool zur Disposition und Bestandsmanagement und das Training wurden für die nächsten zwei Monate geplant. Die IT hatte recht schnell die Schnittstellen umgesetzt und die Schulungen mit dem Kernteam zur Dispomethodik und Einkaufssteuerung verliefen planmäßig. Doch die ersten Analysen waren ein Schock. Über 800 Positionen lagen in Unterdeckung und sollten bestellt, 145 bestellte Artikel storniert und 93 bestellte Artikel unbedingt vorgezogen werden.
Was war plötzlich anders? Hintergrund war, dass aufgrund der Prognosetechnik sich die Planqualität verbessert hatte und alle Bewegungen täglich neu durchgerechnet wurden. Zusätzlich kam hinzu, und dies war, wie sich zeigte, genauso gravierend, dass die Stammdaten im ERP System nicht ordentlich gepflegt waren. Verpackungseinheiten, Mindestmengen, Auslaufkennzeichen … stimmten nicht mehr oder waren unzureichend gepflegt worden.
Nach 4 Wochen war aber auch hiermit aufgeräumt worden. Nun konzentrieren sich die Mitarbeiter auf die schwer planbaren, kritischen und strategischen Artikel. Das Tiefen-Training zur Dispositionsmethodik und Bestandscontrolling erfolgt jetzt nur noch nach Bedarf. In den nächsten Schritten plant unser Kunde, die Absatzplanung für die besonders schwer planbaren und werttragenden Artikel einzuführen.
Nach 6 Monaten erwarten wir bereits eine Bestandssenkung um 10%.


Beitrag verfasst am von Hermann Mehring


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