Flexibilität mit dynamischen Dispositionsprozessen

Wie kann der Zielkonflikt von niedrigen Beständen, hoher Lieferfähigkeit und optimaler Nachschubsteuerung langfristig gelöst werden?

Ausgangslage

Gleichgewicht

  • Kaum Berücksichtigung der Saisonalitäten
  • Wandernde Artikel im abc/xyz Cluster werden falsch disponiert
  • Eine Kosten- und Wertbetrachtung fehlt
  • Die Hostparameter sind lange nicht mehr justier worden.

Zur Verbesserung der Beschaffungssituation bieten sich mehrere sich ergänzende Lösungswege an: wie die Re-Organisation der Einkaufsprozesse, Prüfung der Lieferantenkonditionen, Hinzuziehung einer dynamische Wert- und Kostendisposition, die Bildung eines Auftragszentrums oder die Artikel- und Bestellmengenplanung auf Basis einer Marktbedarfsplanung.

In der Regel kommen aufgrund mangelnder Zeit oder unzureichenden Detailwissens nur wenige Dispositionsverfahren wie die Min/Max-Methode, das Bestellpunktmodell oder die Reichweitenmethode zum täglichen Praxiseinsatz. Dies sind alles rein mengenorientierte Verfahren.

Eine pauschale Reduzierung der Min/Max-Grenzen und der Reichweiten sowie die Einführung von Kanban-Prinzipien senken die Lagerbestände. Um den Servicegrad nicht zu gefährden, können mit den Lieferanten ein zeitnaher Nachschub mit Konsignationslager vereinbart und die Durchlaufzeiten in der Produktion reduziert werden. Die Umschlaghäufigkeit steigt nun wie gewünscht?

Doch mittelfristig verpuffen manche wohl durchdachte Maßnahmen, weil die Konsequenz in der Projektumsetzung, Know-how oder einfach die Kommunikation nicht fehlten.


MaßnahmenDisposition

  • Ratio- und Risikopotenzial definieren
  • Reichweitenermittlung und Bewegungsverlauf
  • Losgrößenberechnungen
  • Bestellpunkt und Bestellrhythmusmodell
  • Bestell- und Lagerhaltungskosten sowie Rüstkosten ermitteln
  • Wert- und Kostengetriebene Disposition
  • Je nach saisonaler Entwicklung die Melde- und Sicherheitsbestände entsprechend der „Wanderung“ der Artikel im abc/xyz Cluster aktiv variieren.
  • die Einführung der Wert-, Kosten- und Mengendisposition

Ihr Nutzen

  • Um bis zu 40% niedrigere Dispositionszeit bei optimaler Planqualität
  • Senkung der Bestände zusätzlich um 10-25%
  • Deutliche Reduzierung der Bestellkosten
  • Reduzierung der Anzahl Wareneingänge um 10-30 % möglich
  • Verbesserte Umschlaghäufigkeit und
  • Erhöhung der Lieferfähigkeit.
Durch eine optimierte Wert- und Kostendisposition wird der Beschaffungsaufwand präziser beziffert, die saisonalen Einflüsse berücksichtigt und die Sensibilität der Disponenten gestärkt.